Abgesehen von den oft genannten Faktoren wie einzigartiges Terroir, prestigeträchtige Rebsorten oder generationenlange Erfahrung, wie macht man einen guten Wein? Die Lösung liegt zunehmend in kleinen Tischgeräten, die eher in ein Labor als in einen alten Keller passen. Seit 25 Jahren stellt FOSS Analytics solche Technologien her und hilft Winzern, das Beste aus ihren Trauben herauszuholen.
Die Technologie ist zwar komplex, aber die Prämisse ist einfach. Durch die Überprüfung der chemischen Zusammensetzung des künftigen Weins, sei es Most, Gärsaft oder abfüllfertiger Wein, können die Winzer schnell und präzise handeln, um das bestmögliche Produkt herzustellen. Mit einem FOSS-Gerät können bis zu 30 Parameter in einer einzigen Probe gemessen werden, darunter der Zucker-, Säure-, Stickstoff- und Schwefeldioxidgehalt sowie der Reifegrad der Gerbstoffe.
Für Spitzenwinzer, bei denen es auf Präzision ankommt, ist die Technologie oft unverzichtbar. Die Gérard Bertrand Gruppe versteht das besser als die meisten anderen. Das Weingut setzt die FOSS-Geräte bei der Herstellung seiner preisgekrönten Weine ein, die wichtige internationale Preise gewonnen haben und dazu beigetragen haben, dass das Languedoc auf der Landkarte der Spitzenweine steht.
Paul Correia, Qualitäts- und CSR-Manager bei Gérard Bertrand, sprach mit Drinks Business darüber, wie solche schnellen Analysegeräte die Weinherstellung des Herstellers unterstützen.
Diese Art von Analysegeräten (die in wenigen Sekunden Multiparameterergebnisse liefern) kamen vor etwa 25 Jahren auf den Markt. Wann haben Sie angefangen, ein solches Gerät zu benutzen und warum?
Wir haben 2004 mit dieser Praxis begonnen. Sehr schnell waren wir mit der Zuverlässigkeit und Effizienz des Tools zufrieden. Das spart Zeit, denn ein einziges Gerät kann uns eine Reihe von wichtigen Parametern liefern, um unseren hohen Ansprüchen an die Herstellung ausgezeichneter Weine gerecht zu werden.
Was haben Sie für Ihre Weinanalyse getan, bevor Sie ein solches Gerät anschafften?
Wir haben manuelle Verfahren und/oder enzymatische Verfahren verwendet.
Wie hat die Schnellanalyse Ihre Weinbereitung verändert?
Dies erleichterte die Analyseschritte, was für uns angesichts des hohen Maßes an Präzision und Detailgenauigkeit, das wir bei unseren Weinherstellungsprozessen anwenden, sehr vorteilhaft war. Dank der Tatsache, dass alle Parameter in einem einzigen Gerät analysiert werden, ist dies ein sehr willkommener Zeit- und Effizienzgewinn. Diese Lösung, mit der wir in kürzester Zeit eine vollständige Analyse durchführen können, hat unsere Arbeitsweise revolutioniert und uns eine größere Autonomie bei unseren Analysen ermöglicht.
Wie hilft Ihnen ein Schnellanalysegerät bei der Herstellung Ihrer feinen und preisgekrönten Weine?
Die Ergebnisse sind präzise und reproduzierbar und tragen dazu bei, eine gleichbleibende Weinqualität zu gewährleisten. Es verbessert auch unsere Reaktionsfähigkeit bei der Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften während des Verschnittes und des gesamten Weinherstellungsprozesses.
Wie verändern diese Geräte Ihre tägliche Routine?
Sie sind zu unentbehrlichen Tools geworden, die den Weinherstellungsprozess verbessern und dazu beitragen, ihn zu optimieren.
Wie haben Sie entschieden, dass sich die Investition in ein solches Gerät lohnt?
Wenn es eine Sache gibt, bei der wir keine Kompromisse eingehen, dann ist es die Qualität unserer Weine und die Aufmerksamkeit, die wir sowohl im Weinberg als auch im Keller aufbringen. Die Wahl der Technologie stand nie zur Debatte und steht auch heute nicht zur Debatte.
Wir haben schnell in Technologie investiert, weil wir sehr früh wussten, dass diese Instrumente viele operative Vorteile bieten und es uns ermöglichen würden, die Effizienz zu steigern und das von uns angestrebte Niveau an Exzellenz und Strenge bei der Weinherstellung zu erreichen. Und in der Tat halten wir die Investition in Technologie immer für lohnenswert, solange sie der Qualität unserer Weine zugute kommt.
Welche „Traumfunktion“ würden Sie sich für ein zukünftiges Gerät wünschen?
Für die Durchführung bestimmter Kontrollen (Sauerstoff, Proteinstabilität, Kältestabilität, Farbe) benötigen wir immer noch zusätzliche Geräte, da es in der FTIR keine Verfahren zur Durchführung dieser Kontrollen gibt oder diese nicht robust genug sind, um unsere Kontrollpläne anzuwenden. Das All-in-One-Gerät ist ein Traum. Aber ist das wünschenswert, wenn es auf Kosten der Zuverlässigkeit geht?
Das WineScan™ 3 ist ein Paradebeispiel für moderne Analysemöglichkeiten